DANKE!
Vor unserer Ausreise nach Uganda bekamen wir von jemandem eine „Pilger-Apotheke“. Darin enthalten sind keine Notfalltropfen oder Tabletten, sondern es ist „Medizin“ für die Seele mit hilfreichen und ermutigenden Sprüchen und Worten. Gestern z.B. war nur das Wort „danke“ auf dem Kärtchen und somit möchte ich auch gerade diesen Eintrag unter dieses Thema „danke“ stellen.
Letzte Woche waren wir in Dörfern ca. 40 km außerhalb von Lira und besuchten 4 verschiedene Schulen.

Für die Bewahrung auf der nicht allzu guten und wegen des Regens auch rutschigen Straße mit vielen Löchern, waren wir sehr dankbar.

In diesen Schulen besuchten wir die Waisenkinder, die von GHU finanziell unterstützt werden, aber bei Verwandten wohnen können. Auch mit den Lehrern hatten wir Gespräche und sie meinten, dass die Situationen in den Dörfern und den Familien dieser Kinder eher schwierig sei, da sie doch ohne Eltern aufwachsen. Die Geschichten, die wir hörten machen einen traurig und manchmal hätte ich gerade losheulen können. Andererseits machte es uns auch wieder dankbar für unser zuhause, unser Land und für die medizinische Hilfe, welche es wiederum dort kaum gibt. Wir hatten Einsicht in verschiedene Klassenzimmer, wo es manchmal 80-100 Kinder hat, die eng zusammen oder manchmal fast aufeinander saßen. Es gab auch Räume ohne Stühle und Tische und die Kinder saßen ganz einfach auf dem Boden. Andere Kinder saßen mit ihren Lehrern draußen unter dem Mangobaum und hatten dort ihren Unterricht.

Wir dachten dabei auch an unsere Schulzeit, unserer Kinder und Enkelkinder. Wie gut hatten / haben wir es doch! Danke Euch Lehrer für eure Arbeit! An allen Orten fragten uns die Lehrer, ob wir nicht noch mehr Möglichkeiten für Waisenkinder hätten, denn es gebe immer mehr infolge von Aids.
Dankbar sind wir für das vergangene Wochenende! Urs und ich waren fest eingeplant mit biblischer Geschichte erzählen, die dann später von den Kindern mit Begeisterung aufgeführt wurde. Dann hatten wir verschiedene Spiele und am Schluss haben wir am Feuer Stockbrot gebacken.

Das war sehr interessant, denn die Kinder, auch die etwas schüchternen begannen plötzlich mitzureden und zu erzählen. Es war einfach eine ganz andere Atmosphäre als wenn wir zusammen am Tisch oder woanders sitzen.
Dankbar sind wir für Sonne und Regen, das momentan in einem guten Verhältnis zueinander steht. Tagsüber ist es meistens schön und sonnig und am Abend kommt dann der Regen, wobei es auch ganz heftige Gewitter geben kann und der Strom dann auch gleich weg ist. Aber irgendwann ist ja auch Feierabend angesagt und so ist es gut geregelt!
Dankbar sind wir für unsere Gesundheit. Seitdem wir hier sind haben weder Durchfall noch sonstige Magengeschichten uns „überfallen“. Keine Malaria (DANKE) , keine Wunden und keine Knochenbrüche, obwohl es mich mal in Onkel Toms Hütte so richtig auf den Hintern gehauen hat!!
Auch Euch, die Ihr uns immer wieder mal Email schreibt oder über WhatsApp Verbindung aufnehmt, ein ganz fettes „DANKE“

Herzlichst Eure
Urs und Ursula