Letzte Woche (freitags) wurde uns eine Einladung von der Schule, in die die meisten unserer Kinder zur Schule gehen, überreicht. Es war eine Einladung zu einem Gebetsnachmittag für die Schüler der 7. Klasse, welche diese Woche wichtige Prüfungen vor sich haben.

Alle Eltern wurden aufgerufen, daran teilzunehmen, mit zu beten und die Schüler zu segnen. Da in dieser Woche 2 unserer Mitarbeiterinnen fehlten, nahm ich (Ursula) an diesem Treffen teil. Es hat mich zutiefst beeindruckt was ich da miterleben durfte. Um 14.00 gab es eine Begrüßung mit Programmablauf. Der Grund für dieses Treffen war die ganzen Prüfungen mitsamt den Schülern und Lehrern Gott hinzuhalten und um seinen Segen zu bitten. Es gab eine Andacht über David und Goliath und es wurde aufgerufen, Gott ganz zu vertrauen und offen für sein Wirken zu sein. Viele Lieder wurden gesungen und dann wurde für jedes Fach, die Lehrer und die Schüler um Weisheit, klaren Kopf, Gesundheit und Bewahrung auch auf den Straßen gebetet. Am Schluss wurde der Segen nochmals über jedes Fach, jeden Lehrer, die Schüler und sogar den Stift, den sie gebrauchen, ausgesprochen.
Als ich die Einladung in der Hand hielt, kamen ganz verschiedene Gedanken auf, wie z.B. ob da wohl viele der Einladung folgen werden, oder ist das wohl so ein Gebetstreffen, wie wir es von zuhause kennen, dass man einige Punkte hat, man betet dafür und geht dann wieder nach Hause; ist es wohl in einem Schulzimmer etc. etc. Das Ganze fand draußen auf dem Schulhof statt und dabei waren mindestens 300 Eingeladene, dann die Schüler, Lehrer und Helfer. Auch als einzige weiße, die zwar öffentlich als „Direktorin, Usla Klasä von God helps Uganda“!! (woher sie wohl meinen Namen wussten??) begrüßt wurde, fühlte ich mich sehr wohl und war berührt von diesem ganzen Treffen.
Was mich nun heute Morgen, als wir ins „Heim“ kamen sehr getroffen hat, war, dass Margrit, die Stellvertreterin von Urs uns erzählte, dass am Samstagmorgen in Lira ein Unfall mit einem Motorrad passierte. Auf diesem Motorrad war ein Schüler für den gebetet wurde, ein Elternteil und der Motorradfahrer. Der Schüler als einziger überlebte, hatte keinen Kratzer, die anderen 2 starben kurz nach dem Unfall. Viele Gedanken gehen mir da durch den Kopf und wir beten um Weisheit und Klarheit ob und wenn ja, wie wir mithelfen können.
Heute nach 3 Tagen Stromausfall, beim gemeinsamen Tee, hören wir den freudigen Ausruf von Urs „wow – Strom ist wieder hier“! Nach 3 vollen Tagen ohne Strom freut man sich wieder riesig, wenn Handys und Computer wieder in Gebrauch kommen- mit Strom kann doch besser gearbeitet werden. Abends ist es zwar schön, Kerzenlicht zu haben, aber wenn in der Küche noch gearbeitet werden muss, bevorzuge ich es doch lieber, Strom zu haben.
So grüßen wir Euch alle „full of power“

Solapanel-> Eigenbau!
Urs und Ursula